Rennberichte 2010


17.04.2010 - Erster RCN-Lauf

13.05.2010. - Zweiter RCN-Lauf im Rahmen des 24h-Rennens

26.06.2010 - Dritter RCN-Lauf

10.06.2010 - Vierter RCN-Lauf

08.08.2010 - Fünfter RCN-Lauf

18.09.2010 - Sechster RCN-Lauf

09.10.2010 - Siebter RCN-Lauf

24.10.2010 - Achter RCN-Lauf - Saisonfinale auf dem kompletten Ring

13.05. - 14.05.10

17.04.2010 - Erster RCN-Lauf

Der Start in die Motorsportsaison 2010 verlief alles andere als erhofft. Im 162 Starter starken Feld zum ersten RCN-Lauf des Jahres waren wie gehabt Hans-Rolf mit dem Gruppe H M3 3,2, sowie Sascha und Tjark mit dem Gruppe RS M3 3,0 vertreten.
Bei den Testfahrten am frühen Samstag morgen wurden letzte Fahrwerksabstimmungen vorgenommen und die besten Reifen für den Nachmittag herausgesucht. Guter Dinge starteten Hans-Rolf und Tjark zur ersten Rennhälfte. Schnell war klar, ein Klassensieg würde schwer erreichbar sein, da in der Klasse H5 das Duo Zils/Unger mächtig aufgerüstet hatten und in der RS5 der Z4 von Weidenbrück mit schnellen Zeiten glänzte. Doch ab Ende der zweiten Sprintrunde kam es noch schlimmer.
Der Start der zweiten Stargruppe stand an und scheinbar waren die eindringlichen Worte des Rennleiters schon wieder vergessen, es wurden Reifen warm gefahren und mit 5 km/h Geschwindigkeitsunterschied überholt und dass während die erste Startgruppe mit deutlich höherem Tempo in ihren Sprintrunden unterwegs war. Im schnellen Bereich Antoniusbuche am Ende der Döttingerhöhe musste hierdurch Tjark erstmals auf die zum Glück trockene Wiese ausweichen um eine Kollision zu verhindern. Der Ausflug ins Grüne blieb noch ohne Folgen. Weniger Glück hatte Hans-Rolf kurze Zeit später. Im Streckenabschnitt Klostertal lief er bei ca. 200 km/h auf zwei Teilnehmer auf, die nebeneinander fahrend die gesamte Strecke blockierten. Auch hier blieb nur die Flucht über den Grünstreifen, doch in diesem Fall mit Folgen. Ein heftiger Schlag beschädigte den rechten hinteren Reifen, der dann im Karussell den Dienst quittierte. Nach einem Dreher fand sich Hans-Rolf entgegen der Fahrtrichtung auf der oberen Kante der Steilkurve wieder. Mehrere Teilnehmer, darunter auch Unger, Weidenbrück und Gerald Schalk im Porsche 911, konnten mit Glück einen Frontalzusammenstoß verhindern. Durch Gewichtsverlagerung konnte Hans-Rolf den M3 dann wieder losschaukeln und trat dann die lange Rückfahrt zur Box an.
Tjark musste sich, wie viele andere, weiter mit unaufmerksamen Teilnehmern herumschlagen, was sich ein den Rundenzeiten widerspiegelte. Es waren scheinbar noch nicht alle aus dem langen Winterschlaf erwacht. Nach einem schnellen Sicherheits-Check und Verkleben der losen Fahrzeugteile startete Hans-Rolf die Aufholjagd.
In der Tankpause übergab Tjark an Sascha, der sich schnell wieder auf die Strecke machte um die Zeit der Boxenstopps zu nutzen, in der weniger Fahrzeuge auf der Strecke sind. Auch Hans-Rolf setzte seine Aufholjagd nach kurzem Stopp weiter fort. Konstante Rundenzeiten brachten ihn am Ende noch den sechsten Platz in der mit 11 Startern gut besetzten Klasse ein.
Saschas Rundenzeiten lagen ebenfalls im unteren 8 Minuten Bereich und in Runde 13 drehte er mit 7.59 min die schnellste Runden des Tages für HAROSA-Motorsport. Damit belegten er und Tjark Platz zwei in der Klasse und Rang 7 im Gesamtklassement.
Beim nächsten Lauf Mitte Mai im Rahmen des 24h-Rennens hofft das Team auf etwas mehr Rennglück und weniger Zwischenfälle. Im Anschluss an den 2. RCN-Lauf gehen Hans-Rolf und Sascha dann „back to the roots“. Beim 24h-Classic-Rennen gehen sie mit dem M3 E30 an den Start, mit dem sie von 2000 bis 2007 das 24h-Rennen erfolgreich bestritten haben.

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13.05.2010 - Zweiter RCN-Lauf

Den Start der langen Motorsportwoche machte die zweite RCN-Veranstaltung am Donnerstagmorgen. Tjark und Sascha wollten an den guten Saisonstart mit einer Platzierung in den Top-Ten anknüpfen und Punkte für die Juniorwertung sammeln. Hans-Rolf hoffte nach dem Reifenschaden zum Auftakt auf mehr Rennglück und die gewohnte vordere Platzierung.

Bereits dienstags wurde im 24h-Classic Fahrerlager Quartier bezogen und am Mittwoch waren schnell die technischen Abnahmen absolviert. Nun standen die beiden M3s auf Sliks an der neuen Einfahrt und das Team samt Werkzeug und Reifen in der Mercedes-Arena.

Es kam, wie es kommen musste, am Donnerstagmorgen war die Strecke nass, der Himmel bewölkt und neblig und die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Kurzer Hand wurde bei Hans-Rolfs M3 auf Regenreifen gewechselt. Der Wechsel am zweiten HAROSA-M3 war zeitlich nicht mehr machbar und so musste Sascha, der den Start fahren sollte, zunächst auf Sliks loslegen. Nach einer Runde GP-Strecke wurde dann auch die Start-Nr. 13 auf Regenreifen umgestellt. Den Boxenstopp erledigte das Team wie gewohnt schnell und zuverlässig, und während Hans-Rolf vorneweg mit schnellen Rundenzeiten durch die nasskalte Eifel fuhr, musste Sascha das gesamte Feld von hinten aufrollen. Dichter Verkehr, Gelbphasen und kalte Reifen bremsten Saschas Vorwärtsdrang etwas ein und so kamen im ersten Turn keine sonderlich schnellen Rundenzeiten zu Stande. Dennoch konnte er Tjark als Führenden in der Klasse mit geänderter Dämpfereinstellung in die zweite Hälfte schicken.

Bei Hans-Rolf lief alles wie am Schnürchen. Er setzte sich gleich zu Beginn an die Spitze seiner Klasse und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Einzig eine frische Ölspur verhinderte eine noch bessere Platzierung in der Tageswertung. Mit nur 7 Sekunden Rückstand belegte Hans-Rolf den dritten Rang hinter Henrich/Schulten und den Gesamtsiegern Alzen/Schalk.

Auch für Sascha und Tjark, der mit dem geänderten Setup im zweiten Turn besser zu Recht kam, sprang am Ende der erste Klassensieg 2010 heraus. Da die Bestätigungsrunden von der Rennleitung nachträglich aus der Wertung genommen wurden, reichte es nicht ganz zu einer erneuten Top-Ten Platzierung.

Dennoch waren alle sehr zufrieden mit dem Erreichten und damit, dass beide Autos trotz der widrigen Umstände unversehrt die Heimreise antreten konnten.

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13.05.-14.05.2010 24h-Classic

Back to the roots! Unter diesem Moto stand das 24h-Programm 2010. Da die elfte Teilnahme am 24h-Rennen in diesem Jahr nicht möglich war, wurde der E30 M3 reaktiviert und von Hans-Rolf und Sascha bei den 24h-Classic im Rahmenprogramm eingesetzt.

Beim ersten Ausflug in die Classic- Motorsport- Szene stand trotz des nötigen sportlichen Ehrgeizes der Spaß an erster Stelle. Da der E30 nach VLN-Serienwagen-Reglement für die seriennahe Gruppe N zu sehr verändert ist, musste in der Gruppe A gestartet werden, wo auch ehemalige DTM Fahrzeuge startberechtigt sind.

Mit dem Einzug ins 24h-Classic Fahrerlager begann für das HAROSA-Motorsport-Team am Dienstag eine der wohl entspanntesten Motorsportveranstaltungen der letzten Jahre. Die Abnahmen waren schnell gemacht, einzig das Wetter wollte nicht so recht passen.

Die 24h-Classic begannen mit dem ersten Training am Donnerstagmorgen gleich im Anschluss an den RCN. Bei feuchter Strecke drehte zunächst Sascha zwei gemütliche Runden um sich wieder an dem „alten“ M3 zu gewöhnen. Umso erstaunter war er, als er sah, dass seine Rundenzeit zunächst einen Platz unter den ersten zehn im Gesamtklassement bedeutete. Auch Hans-Rolf drehte nur zwei Eingewöhnungsrunden, dennoch stand die Start-Nr. 303 nach dem ersten Training auf Rang 14.

Das zweite Training fand dann am Nachmittag auf trockener Strecke statt, so dass nun zur Zeitenjagd geblasen wurde. Zunächst verbrauchten Hans-Rolf und Sascha noch alte Reifen, die vom letzten 24h-Einsatz 2007 übrig waren, was sich in den Zeiten widerspiegelte. Nach einem heftigen Verbremser von Hans-Rolf (gleich nach der Boxenausfahrt) kamen dann die besten noch brauchbaren Reifen aufs Auto und Hans-Rolf setzte mit 11.04.977 min die bis dahin schnellste Trainingsrunde. Kurz vor Trainingsende startete Sascha dann noch einen Versuch die 11 min Marke zu unterbieten, was einige Plätze in der Startaufstellung gebracht hätte. Bis zur Hohen Acht verlief die Runde auch vielversprechend, da nur noch wenige Fahrzeuge auf der Strecke waren, doch dann wurde die erhoffte schnelle Runde im wahrsten Sinn verregnet.

Da die Strecke auch während des Abschlusstrainings am Freitagmorgen nass war, gab es keine Zeitverbesserungen mehr und damit stand der E30 M3 in der Startaufstellung in der zehnten Reihe.

Um 15.00 Uhr ging es dann in die Startaufstellung. Sascha, der erstmals den Start fahren durfte, platzierte das Auto und die anderen brachten Reifen, Wagenheber und Werkzeug mit, da die Reifenwahl bis zuletzt hinausgezögert werden sollte.

Auf Sliks ging Sascha dann um 16.05 Uhr auf die Reise. Wie geplant hielt er sich aus dem Startgetümmel heraus und startete dann ab der Einfahrt auf die Nordschleife die Jagd auf die meist stärker motorisierten Porsche. Mit 10.47.143 min drehte er in Runde drei die schnellste Rennrunde und kämpfte sich mit Rundenzeiten zwischen 10.50 und 11.00 min Platz um Platz nach vorne. Ein Platz unter den ersten zwanzig gesamt und Rang vier in der Klasse standen auf den Monitoren, als Sascha nach acht Runden zum Fahrerwechsel und Tanken die Box ansteuerte.

Der Wechsel war schnell absolviert und so musste Hans-Rolf endlose Minuten tatenlos im Auto sitzen und warten, bis der Tank gefüllt war. Etwa 2.30 min wurden durch die aus den 24h-Rennen bekannten Tankprobleme auf die Konkurrenz verloren. Gerüchten zufolge zeigte der erstmals zur Lautstärkemessung vorgeschriebene Transponder bei unserem Fahrzeug den größten Wert gegen Ende des Tankstopps an.

Mit mehr Wut im Bauch als Rückstand auf die Konkurrenz machte sich Hans-Rolf dann endlich auf den Weg. Mit Zeiten zwischen 10.50 und 11.00 min schob sich die Start-Nr. 303 immer weiter nach vorne, zwischenzeitlich sah es so aus, als wolle Hans-Rolf eine Gleichmäßigkeitsprüfung gewinnen, so konstante Rundenzeiten wurden angezeigt. Gegen Ende stieg die Spannung an der Boxenmauer noch mal an. Ein Platz unter den ersten zwanzig und Rang drei in der Klasse war greifbar nah, zur Sicherheit musste nur noch eine siebzehnte Runde gefahren werden. Exakt 14 Sekunden vor Ablauf der Drei-Stunden-Distanz überquerte Hans-Rolf die Ziellinie und konnte die erhoffte Runde anhängen.

So stand am Ende der dritte Platz in der Klasse 59 und der sechzehnte Gesamtrang zu Buche. (Der Rückstand auf den Klassensieger betrug im Übrigen knapp 2.30 min.)

Anschließend wurden die Erfolge aus RCN und 24h-Classic gebührend gefeiert und das Treiben beim 24h-Rennen gemütlich als Zuschauer verfolgt.

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26.06.2010 - Zweiter RCN-Lauf

Wieder einmal machte das Eifelwetter Fahrern, Helfern und Technik beim dritten RCN-Lauf zu schaffen. Nicht Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, nein Sonnenschein und fast 30°C brachten diesmal alle zum Schwitzen.

Beide HAROSA-M3s rückten erstmals mit neuen Dunlop-Reifen aus, welche unter diesen Bedingungen gleich einen Härtetest bestehen mussten. Da ein paar Teilnehmer wohl in der Mittagssonne eingeschlafen waren fanden sich sowohl Startfahrer Tjark als auch Solist Hans-Rolf beim Vorstart an ungewohnter Stelle wieder. Tjark, der die Situation schnell erkannt hatte stand als einer der ersten direkt hinter den „dicken“ RS-Autos, Hans-Rolf hingegen musste wie fast die ganze Klasse H4/5 das Feld von hinten aufrollen.

Mit Wut im Bauch und einer schnellen Setzzeit erarbeitete sich Hans-Rolf eine gute Ausgangslage für die ersten Sprintrunden und verfehlte in der zweiten mit 7:55 min sein selbst gesetztes Ziel nur knapp. Auch Tjark konnte nach einer Anlaufrunde wie gewohnt tiefe achter Zeiten fahren und trotz Problemen bei der Setzzeit sekundengenau bestätigen.

Die Verschiebung der Bestätigungsrunde brachte erste Erfolge. Die bei früheren Veranstaltungen heftigen Zeitenverschlechterung nach dem Start der zweiten Gruppe blieben aus.

So konnten beide weitere schnelle Runden drehen und Tjark übergab mit beruhigendem Vorsprung als Führender der Klasse an Sascha. Das Zusammenspiel von Fahrzeug und Reifen lies bis hierhin keine Wünsche offen. Für Hans-Rolf stand zur Halbzeit schon fest, dass der Klassensieg nur durch Probleme der Konkurrenz möglich wäre, zu groß war der Vorsprung des Führenden Jochen Krumbach und auch gegen Matthias Unger und Daniel Zils war anders als beim zweiten Lauf kein Kraut gewachsen.

Die Sollzeiten wurden sowohl von Hans-Rolf als auch von Sascha gewohnt sicher bestätigt und nach einer durch Gelbphasen eingebremsten ersten Sprintrunde zogen beide nach bester GLP- Manier mit 8:05 min ihre Runden. Sascha hatte eine kleine Schrecksekunde als er im Bereich Pflanzgarten bis auf den inneren Curb musste und dennoch einen leichten Kontakt mit einem anderen Fahrzeug nicht vermeiden konnte. Außer einer kleinen Delle im hinteren Kotflügel und einer verschrammten Felge blieb dies aber zum Glück ohne weitere Folgen und so konnte der zweite Klassensieg sicher eingefahren werden. Für Hans-Rolf war Rang drei bei diesem Lauf das maximal erreichbare und so war auch der Teamchef mit diesem Ergebnis zufrieden.

Für glückliche Gesichter sorgte später auch der Blick auf die Gesamtwertung wo sich Hans-Rolf auf Platz sechs direkt vor Tjark und Sascha platzierte.