Rennberichte 2007


07.06. - 10.06.07
21.04.2007 - Erster RCN-Lauf: Saisonauftakt nach Maß

05.05.2007 - Zweiter RCN-Lauf

07.06.2007 - Dritter RCN-Lauf im Rahmen des 24h-Rennens

30.06.2007 - Vierter RCN-Lauf

25.08.2007 - Fünfter RCN-Lauf

06.10.2007 - Sechster RCN-Lauf

20.10./21.10.2007 - Siebter RCN-Lauf - GP-Strecke

03.11.2007 - Achter RCN-Lauf - Saisonfinale


21.04.2007 - Erster RCN-Lauf

Saisonauftakt nach Maß!

Der erste RCN-Lauf und damit Saisonstart 2007 hätte für unser Team kaum besser laufen können. Aber der Reihe nach.

Bei bestem Wetter am Freitag war die Freude auf das erste Rennwochenende schon beim Start unseres Konvoi (LKW mit Anhänger und M3 E36, 330d mit Anhänger und M3 E30, 330d mit Wohnwagen und 318is) in Alpenrod groß. Nach dem Einzug im Fahrerlager, der technischen Abnahme und der Ankunft eines Teils unserer Helfer konnte wie gewohnt zum gemütlichen Teil übergegangen werden.

Samstagmorgen startete Hans-Rolf bei den Testfahrten, um die letzten Feinabstimmungen am umgebauten Meisterfahrzeug vorzunehmen. Auch Tjark nutzte die Gelegenheit um erste Erfahrungen mit Slikreifen auf seinem 318is zusammeln.

Mittags ging es dann endlich zur Startaufstellung auf die Nordschleife. Standesgemäß stand Hans-Rolf mit Start-Nr. 1 auf der „Poleposition“ während Sascha im E30 und Tjark im 318is weit unten in der Hohenrain-Schikane dem Start entgegen fieberten. Dann ging es los.

In der ersten Hälfte hatte Hans-Rolf viel Spaß mit Klaus Völker, der sich auf den Tischner M3 E46 für das 24h-Rennen einschießen wollte. Die beiden fuhren rundenlang in Meterabstand um die Strecke und das bei Rundenzeiten von knapp über acht Minuten. "Das hat riesig Spaß gemacht!" strahlte Hans-Rolf nachher. Strahlen konnte er auch, denn nach der ersten Hälfte lag er im Gesamtklassement an der Spitze.

Sascha musste sich zu Beginn erst durch einige langsamere Klassen nach vorne kämpfen, bis er freie Fahrt hatte. Dabei verlor er besonders in der ersten Runde wertvolle Sekunden auf das Team Brandl/Kratz, mit denen er im Fernduell um den Gruppensieg fuhr.




Tjark fuhr bei seinem Einstand im RCN und auf Sliks gleich Zeiten um 9.30 min., womit er sich im Mittelfeld der stark besetzten Klasse V2 befand. "Besonders beim Überholen verliere ich viel Zeit. Wo die anderen einfach durchfahren, zögere ich zu lange und weg sind sie." So Tjark nach dem Rennen.

In der zweiten Hälfte blies dann das Team Schalk/Alzen im Porsche GT3 997 (Little Nelly) kräftig zur Attacke auf den Gesamtsieg. Zeiten von bis zu 7.32 min. hatte Hans-Rolf nichts entgegen zusetzen. Doch durch ein Missverständnis in einer Gelbphase in der Hohenrain-Schikane handelte sich Jürgen Alzen einige Strafpunkte in der Bestätigungsrunde ein.
Somit war es dann doch geschafft, wie im vergangenen Jahr konnte Hans-Rolf die Saison gleich mit einem Gesamtsieg beginnen. "Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet, wo ich nach dem Umbau an meinem M3 eigentlich 15 Runden lang auf der Suche nach Brems- und Schaltpunkten war." freute sich ein überglücklicher Hans-Rolf nachher. Nebenbei führt er damit auch eine Serie fort: Seit 2000 jedes Jahr mindestens einen Gesamtsieg!
Auch Sascha hatte Grund zur Freude. Zwar verpasste er den Gruppensieg um 2 Sekunden, aber den Klassensieg in der V4 (mit 7 Fahrzeugen gut besetzt) sowie mit 8.38 min. die schnellste Runde bei den Serienwagen lassen für die Saison auf einiges hoffen.

Tjark verbesserte seine Rundenzeit bis auf 9.22 min. und belegte damit am Ende Platz 6 in der Klasse V2.

Fazit: So kann ´s am 05.05. weiter gehen!

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05.05.07 - Zweiter RCN-Lauf

Der zweite RCN-Lauf brachte einige Änderungen im Umfeld mit sich. Das Fahrerlager wurde auf D10 hinter der T13 verlegt und die Abnahmen und der Vorstart fanden an der neuen Einfahrt statt. Für uns hieß das kein Strom und längere Wege! Aber kein Problem, andere fahren mit Honda Rennen, wir machen uns unseren Strom mit einem Honda und unsere Zugfahrzeuge wurden zum teaminternen Shuttle-Service.

Nach einem gemütlichen Grillabend im Schatten von Schalks Wohnmobil war Nachtruhe angesagt und der ein oder andere hörte die seit Monaten ersten Regentropfen auf den Wohnwagendächern. Von weiterem Regen blieben wir am Samstag dann zum Glück zunächst verschont.

Nach der Fahrzeugabnahme und dem Einräumen der Boxengasse konnten sich Fahrer und Team in Ruhe auf den Start vorbereiten.

Nach dem Start wurde Hans-Rolf schnell klar, dass er unter normalen Umständen heute keinen Sieg einfahren wird. Gerald Schalk stürmte in seinem Porsche mit Zeiten unter 8 min. gleich vorne weg und auch Niels Marnet im Audi RS4 legte Zeiten vor an denen Hans-Rolf zu beißen hatte. So lag er dann zur Halbzeit auch "nur" auf Rang drei in seiner Klasse und vier im Gesamtklassement.
Auch Saschas Konkurrenz wird immer stärker. Das Team Ehret/Graß in ihren 325i zog im ersten Turn an Sascha vorbei, der durch ein unglückliches Zusammentreffen mit einem MLT`ler in einer Gelbphase allein in dieser Rund gut 15 sek. verlor. Auch das Team Scheuermann/Jans in ihrem 325i lagen nur knapp dahinter.

Tjark, der mit seinem 318is erstmals in der Gruppe H startete kam Runde um Runde weiter nach vorne. Das lag zum einen daran, dass einige der schnellen Fahrzeuge dieser Klasse ausfielen, zum anderen daran, dass seine Zeiten besser wurden und er so einige Konkurrenten in Schach halten konnte.

In der zweiten Hälfte ging es dann mächtig vorwärts. Hans-Rolf machte mit konstant schnellen Rundenzeiten Boden gut und erkämpfte sich so am Ende Gesamtrang zwei hinter dem Duo Schalk/Alzen. Besonders Spaß machte es ihm, dass er in einer Runde von der Hohen Acht bis zur Hatzenbach auf Sichtweite an Jürgen Alzen dranbleiben konnte. Zudem konnte er seinen persönlichen Rundenrekord mit 7.58 und 7.57 min. gleich zweimal verbessern. Es scheint als hätte sich die Winterarbeit gelohnt.
Sascha konterte im zweiten Turn mit allen Zeiten unter 8.45 min. und sicherte sich damit den zweiten Klassensieg in der V4. Beim dritten Lauf wird er der Konkurrenz das Feld überlassen, da der E30 M3 für das 24h-Rennen geschont wird.

Auch Tjark war mit dem Ergebnis seines zweiten Einsatzes sehr zufrieden. Er belegte am Ende den vierten Rang von 17 Startern in seiner Klasse und konnte auch seine beste Rundenzeit um 11 sek. auf 9.11 min. verbessern. "Tolle Zeit, wenn man bedenkt, dass ich im Karussell oben gefahren bin um einen vorbeizulassen" so Tjark nachher.

In der Jahreswertung belegt Sascha jetzt Platz 7, Hans-Rolf Platz 16 und Tjark hat sich auf Platz 36 verbessert.

Beim nächsten Lauf, der im Rahmen des 24h-Rennens am Donnerstag den 07.06.07 statt findet, werden Tjark und Sascha gemeinsam mit dem 318is starten und Hans-Rolf wie gewohnt alleine mit dem E36 M3.
Bis dahin gibt es noch viel zu tun, da nicht nur die beiden RCN-Autos vorbereitet, sondern auch der E30 M3 für sein achtes 24h-Rennen fit gemacht werden muss.
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30.06.07 - Vierter RCN-Lauf

Nur knappe drei Wochen nach dem 24h-Großeinsatz waren unsere drei BMWs wieder einsatzbereit, so dass Hans-Rolf, Sascha und Tjark einzeln an den Start zum vierten RCN-Lauf gehen konnten.

Trotz starkem Regen in den Tagen zuvor konnten am Samstag alle auf profillosen Slicks starten und dabei sollte es bis zum Rennende auch bleiben. Hans-Rolf wehrte sich von Beginn an mit Zeiten um 8.00 min gegen den nach Startproblemen wieder "sauschnellen" Porsche von Schalk/Alzen, ohne jedoch unter normalen Bedingungen eine realistische Chance auf den Gesamtsieg zu haben.

Auch Sascha war von Anfang klar, dass er ab der ersten Sprintrunde alles geben musste, wenn er eine Chance auf den Klassensieg gegen den beim 24h-Rennen siegreichen neuen 325i E90, der im letzten RCN den Rundenrekord in der V4 auf 8.29 min verbessert hatte, haben wollte. Im Formationsflug mit Ludger Henrich im Pink-Power-Civic absolvierte er den ersten Turn und brachte den M3 E30 gleich dreimal mit neuer persönlicher Bestzeit über die Ziellinie. Auch im zweiten Turn hielt Sascha das Tempo hoch und verbesserte seine Rundenzeit auf 8.28 min und damit auch den Rundenrekord um eine Sekunde, doch der erwartet starke E90 setzte mit 8.22 min noch mal eins drauf und behielt trotz fünf persönlicher Bestzeiten von Sascha die Nase vorn.

Tjark, der seinen 318iS erneut in der Gruppe H einsetzte, setzte den positiven Trend fort, verbesserte seine Rundenzeit auf 9.09 min und nähert sich so immer mehr an die 9-Minuten-"Schallmauer" an.
Am Ende standen Gesamtrang 2 für Hans-Rolf, Klassenrang 2 für Sascha, Rang 11 für Tjark, viele persönlich schnellste Runden und die Erkenntnis, dass ein RCN-Lauf auch ohne Klassensieg riesig Spaß machen kann.
In der Jahreswertung liegen Hans-Rolf auf Rang 9, Sascha auf Rang 12 und Tjark auf Rang 30.
Eine gute Ausgangspostion für die zweite Saisonhälfte und auf jeden Fall ein Grund zum Feiern beim vierten Harosa-RCN-Sommerfest am 14.07.07 auf Jöckels Hütte in Alpenrod!

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25.08.07 - Fünfter RCN-Lauf

Der fünfte RCN-Lauf brachte für viele ungeahnte Möglichkeiten der Reglementsauslegung ans Tageslicht, aber zunächst zum Sportlichen.

Hans-Rolf kämpfte wie gehabt mit seinem M3 gegen den überlegenen Porsche von Gerald Schalk und Jürgen Alzen, sowie gegen einen weiteren GT3. Nach Turn 1 auf Rang 3 liegend setzte er nach einem kurzen Tankstopp die Porschejagd fort, wohingegen der zweite GT3 über eine Stunde in den Tankrunden verbrachte, die nachfolgenden Teilnehmer unnötig und unfair im Boxenbereich aufhielt und eigentlich zurecht mit reichlich Strafpunkten wegen Überschreitung der Maximalzeit bedacht wurde - eigentlich!

Hans-Rolf drehte konstant seine Runden und fand sich so am Ende zunächst auf dem gewohnten zweiten Platz wieder.

Auch Sascha kam in der stark besetzten Klasse V4 nicht über den zweiten Rang hinaus. Zwar bestätigte er mit einer Zeit von 8.29 Minuten die guten Zeiten der letzten Veranstaltung, doch gegen 8.15 Minuten von VLN-Vizemeister Alex Böhm war kein Kraut gewachsen.

Tjark landete mit Platz 10 in der mit über 20 Teilnehmern besetzten Klasse erneut im vorderen Mittelfeld und fügte damit seinen konstant guten Ergebnissen ein weiteres hinzu, obwohl ihm das Fahren nach dem Anblick des Überschlags von Tabellenführer Bastian Hüttinger nicht mehr sonderlich Spaß machte.

Für große Aufregung sorgte kurz vor der Siegerehrung dann eine Entscheidung der Rennleitung. Da in der Tankpause erneut einige Teilnehmer solange aufgehalten worden waren, dass sie die Maximalzeit nicht einhalten konnten, wurden diese beiden Runden aus der Wertung genommen. Laut Reglement müssen diese Runden dann aber für alle gestrichen werden, egal ob eine Behinderung vorlag oder nicht. Hierauf berief sich dann auch der Fahrer des nach Turn 1 auf Platz zwei liegenden GT3 und bekam, wenn auch widerwillig, Recht. Damit wurde Hans-Rolf auf den dritten Platz zurückgesetzt und musste feststellen:
Wenn man sich den anderen gegenüber unfair verhält und den ohnehin knappen Platz in der Boxengasse unnötig lange blockiert, u.a. dadurch die anderen solange aufhält, dass die Tankrunden neutralisiert werden müssen, nach seiner Ruhepause die gegen Ende freier werdende Strecke für schnelle Rundenzeiten nutzt und am Ende noch dreist genug ist die Streichung seiner selbstverschuldeten Strafpunkte einzufordern, dann hat man alles richtig gemacht und allen gezeigt, wie man das Reglement ausnutzen kann.
Dennoch hat sich Hans-Rolf vorgenommen auch weiterhin zügig die Boxengasse zu verlassen und so seinen kleinen Teil dazu beizutragen, die Wartezeiten in der Tankphase zu verkürzen.

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06.10.2007 - Sechster RCN-Lauf

Bei bestem Rennwetter gingen Hans-Rolf, Sascha und Tjark zusammen mit 97 anderen Teilnehmern in den sechsten Lauf.

Besonders gefreut hat alle, dass Bastian Hüttinger nach seinem Überschlag beim fünften Lauf wieder dabei war.

Hans-Rolfs Klasse war wie im ganzen Jahr stark besetzt. Neben den gewohnt überlegenen Schalk und Alzen auf Little Nelly setzten sich Weber/Fox im Ruf-Porsche zunächst vor ihn. Mit Zeiten um und unter 8.00 Minuten hielt Hans-Rolf seine Chancen auf Position 2 aufrecht und konnte sich in der zweiten Hälfte dann doch deutlich den zweiten Gesamtrang hinter Schalk/Alzen sichern.
In Saschas Klasse V4 starteten diesmal weniger Teilnehmer, vor allem brachte auch Black Falcon nur ein Fahrzeug an den Start. Von Beginn an machte Sascha mit schnellen Rundenzeiten klar, dass er den dritten Klassensieg in dieser Saison fest im Visier hatte. Runde für Runde konnte er seinen Vorsprung auf die Verfolger Graß/Ehret ausbauen und fuhr einen sicheren Start-Ziel-Sieg ein und damit den ersten für das Harosa-Team seit dem zweiten Lauf.
Auch Tjark lieferte eine gewohnt starke Vorstellung ab. Mit seinem nach VLN-Serienwagen-Reglement aufgebauten 318is belegte er in der mit 19 Teilnehmern stark besetzten Klasse H bis 2 Liter Platz 6 und damit zum zweiten Mal einen Pokalrang. Mit Zeiten bist zu 9.03 Minuten rückt auch die 8.59 min näher. Eine schnellere Runde zu Rennende wurde durch ein gebrochenes Auspuffrohr verhindert, das Tjark zur "langsamen" Fahrweise zwang.

Nach diesem erfolgreichen Rennwochenende gilt es nun die BMWs für die Doppelveranstaltung am 20./21. Oktober auf der GP-Strecke abzustimmen.

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20./21.10.2007: Siebter RCN-Lauf - GP-Strecke

Bei der in drei Teile aufgeteilten Zweitagesveranstaltung gingen am Samstagmittag bei kaltem, aber sonnigem Wetter Hans-Rolf und Tjark an den Start.

Hans-Rolf, der die Veranstaltung auch zum Test eines neuen Heckflügels nutzte, fuhr wie gewohnt die zweitschnellsten Rundenzeiten im Feld, Jürgen Alzen und Little Nelly konnte er aber nicht folgen und wurde kurz vor Ende des ersten Teils sogar überrundet. Mit 2.28 min Rückstand war Hans-Rolf gleich nach dem Lauf klar: "Wenn ich überhaupt noch eine Chance haben will, dann muss es morgen regnen."

Tjark hatte bei seinem ersten Ausflug auf die GP-Strecke sichtlich Spaß, lieferte sich packende Duelle mit seinen Klassenkonkurrenten und legte mit Position 6 den Grundstein für einen erneuten Pokalrang. In der Pause zum zweiten Teil, bei dem Sascha an den Start ging, wurden die beiden E36 für den Sonntag durchgecheckt, Bremsbeläge gewechselt und das Setup leicht verändert.

Im zweiten Teil der Veranstaltung liefert sich Sascha sechs Runden lang einen heißen Zweikampf mit dem 325i von Black Falcon. Obwohl Sascha deutlich schneller war, fand er keinen Weg an dem permanent Kampflinie fahrenden 325i vorbei und handelte sich bei dem erfolgreichen Versuch eine Kollision zu vermeiden zwei heftige Bremsplatte ein, die das Fahrverhalten des M3 nicht gerade verbesserten. Trotz eines kleinen Ausritts durch das Kiesbett in der NGK-Schikane blieb er an seinem Konkurrenten dran, hatte nach den ersten sechs Sprintrunden eine Sekunde Rückstand und konnte in den verbleibenden sieben Sprintrunden 21 Sekunden Vorsprung und damit Klassen- und Gruppensieg herausfahren.

Hans-Rolf, der Saschas Lauf an der Boxenmauer verfolgte, meinte nachher: "In der Box ist so ein Lauf viel anstrengender und nervenaufreibender als im Auto!"

Den Abend ließ man dann gemütlich in Box 33 auf der von Trimborns toll organisierten Boxenparty ausklingen.

Der Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen zeigte, dass Hans-Rolfs Wünsche erfüllt wurden. Ein permanenter, mal stärkerer, mal schwächerer Nieselregen bewässerte die Strecke und bei den kalten Temperaturen war mit einem raschen Abtrocknen nicht zu rechnen. Die beiden M3 und der 318is wurden auf Regenreifen gestellt und das Setup so gut es ging auf Nass verstellt.

So ging es dann in den abschließenden dritten Teil, bei dem alle 72 RCNler gleichzeitig auf der rutschigen GP-Strecke. Hans-Rolf suchte sein Heil in der Flucht, drehte eine schnelle Runde nach der anderen und verkürzte so den Rückstand auf den Alzen/Schalk-Porsche um ca. 15 Sekunden pro Runde. Als er seinen M3 nach 21 Runden im Parc Fermé abstellte, hatte er es scheinbar tatsächlich geschafft, nach dem Riesen-Rückstand vom Vortag den zweiten Gesamtsieg der Saison einzufahren. Dass, während er zufrieden die Zeiten auf einem Monitor studierte, die Veranstaltung wegen eines inzwischen zur Genüge diskutierten Vorfalls abgebrochen wurde, fünf Runden gestrichen wurden und damit alle Anstrengungen umsonst waren, erfuhr er erst später. Gerald Schalk, der seine Little Nelly erstmals im Nassen bewegte, meinte nachher: "Hans-Rolf ist gefahren wie der Teufel, er hat den Sieg verdient. Auf diese Weise will ich keinen Sieg erben." Sprach’s und überreichte Hans-Rolf seinen Pokal.

Sascha, der im Regen hinter Hans-Rolf und Jürgen Schulten die drittschnellsten Zeiten fuhr, siegte überlegen bei den VLN-Serienwagen und schob sich im Gesamtklassement trotz der fünf fehlenden Runden auf Rang 6 vor.

GP-Strecken-Neuling Tjark fand in verschiedenen Golf-Piloten aus seiner Klasse genau die richtigen "Spielgefährten". Mehrere Überholmanöver, kontrollierte Driftwinkel, Windschattenduelle in feiner Gischt später stellten er und die anderen Fahrer mit breitem Grinsen im Gesicht ihre unbeschädigten Fahrzeuge im Parc Fermé ab. Auch so können Neulinge ihre erste Regenveranstaltung absolvieren. Aufgrund von 30 Strafpunkten aus der ersten Sollzeit reichte es am Sonntag für Tjark "nur" zu Platz 7, in der Endabrechnung hielt er aber seinen sechsten Rang und damit den zweiten Pokal in Folge.

Für das Saisonfinale wünscht sich das ganze Team eine von und für alle Beteiligten faire und unfallfreie Veranstaltung, ohne die nach der Sommerpause schon fast zur Regel gewordenen Zwischenfälle, damit wenigstens zum Saisonende wieder das im Vordergrund steht, was dahin gehört:
Der RCN-typische Motor-(breiten-)sport, der neue RCN-Meister und vor allem die RCN-Familie.

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03.11.2007: Achter RCN-Lauf - Saisonfinale

Feucht-fröhliches Saisonfinale oder das „M-Perium“ schlägt zurück

Am Freitagabend und auch samstags morgens hätte keiner eine Radmutter darauf gesetzt, dass der letzte Lauf 2007 gestartet würde. Luft und Boden waren feucht und der Nebel so dicht, dass man zeitweise das Boxengebäude nicht sehen konnte. Umso erstaunter waren die meisten, als die Fahrersprecher Johannes Trimborn und Sascha nach einer Erkundungsrunde teilweise laubbedeckte Strecke, aber freie Sicht melden konnten. Das Finale konnte also mit geringer Verspätung gestartet werden.

Für Sascha wurde es eine recht ruhige Veranstaltung. Er mit seinem M3 E30 und Uli Ehret und Ralf Graß im 325i stellten den mageren Rest der in diesem Jahr meist gut besetzten Klasse V4. Nach einem Dreher von Uli samt längerem Aufenthalt auf dem Curb vor Wehrseifen konnte Sascha in Ruhe seinen 51. Klassensieg nach Hause fahren.
Mehr Action war bei Tjark angesagt. Eine geänderte Abstimmung am Fahrwerk brachte den erhofften Erfolg und so lag der 318is Class II um Welten besser als noch vor zwei Wochen vor dem GP-Kurs. Wie in der zweiten Saisonhälfte fast immer lag Tjark im vorderen Drittel der wie immer am stärksten besetzten Klasse H13, bis in Runde 13 der linke Hinterreifen im Abschnitt Klostertal den Dienst quittierte. Ein kleines Loch in der Lauffläche hatte nach und nach die Luft entweichen lassen. Ärgerlich im Nachhinein, denn mit der möglichen Platzierung wäre er in seiner Debüt-Saison in der RCN-Wertung auf einem Pokalrang und in der ADAC-Gaumeisterschaft auf Rang 3 gelandet.
Das Highlight des Rennens setzte Hans-Rolf mit seinem E36 M3. Nach dem knapp verlorenen Gesamtsieg auf der GP-Strecke witterte er bei den erneut feuchten Bedingungen seine Chance und setzte sich bis zum Tankstopp gut anderthalb Minuten von Verfolger Gerald Schalk ab. Da die Strecke besonders neben der Ideallinie noch rutschig war, entschied Hans-Rolf auch die zweite Hälfte auf Regenreifen zu fahren. Jürgen Alzen, der die „Little Nelly“ von Schalk übernommen hatte, wählte Slicks um auf abtrocknender Strecke den Rückstand aufzuholen. Nach der ersten Sprintrunde staunten die Zeitnehmer nicht schlecht: Hans-Rolf vergrößerte den Vorsprung um weitere 36 Sekunden!
In der zweiten Runde standen die gleichen Zeiten zu Buche, erst dann konnte Alzen schnellere Zeiten fahren. Zu spät, mit 1.05 min Vorsprung sicherte sich Hans-Rolf seinen 18. Gesamtsieg, den zweiten in dieser Saison (nach dem Auftakt).
Durch diesen Sieg leistete er zudem Sascha Schützenhilfe, der dadurch in der Jahreswertung auf Platz 8 vor Schalk/Alzen landete. Hans-Rolf folgt auf Platz 11, Tjark verpasste die Pokalränge als 26. um einen Platz.

In der Gaumeisterschaft des ADAC Mittelrhein gewinnt Sascha vor Hans-Rolf, Dritter wird Michael Gerz, gefolgt von Tjark.

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